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ZUHÖREN – UND ZUM SPRECHEN EINLADEN
SPRECHEN – UND ZUM ZUHÖREN EINLADEN

Das Besondere des offenen Dialoges ist, dass nicht nur eine Person behandelt wird, sondern das gesamte private und professionelle Netzwerk auf Augenhöhe in Gespräche miteinbezogen werden kann.

Das ermöglicht es Menschen in Krisen, mit ihren Familien, Freund*innen, Kolleg*innen und anderen professionell Helfenden, Krisen in der eigenen Lebenswelt zu begegnen und mit den vorhandenen Ressourcen selbstbestimmt einen Umgang zu finden. So kann das soziale Netz erhalten bleiben, sich gemeinsam entwickeln und stabilisiert werden.

Offener Dialog ist eine Möglichkeit des Umgangs mit psychosozialen Krisen und arbeitet konsequent mit Netzwerk und Kontext.

Im Bereich verzweifelter mitmenschlicher Situationen wird der Dialog zwischen allen Beteiligten gefördert, und es entsteht ein gemeinsam geteiltes Verstehen in Vielstimmigkeit.

Obwohl im sozialpsychiatrischen Kontext entstanden, bietet die Arbeit mit dieser Haltung und den entwickelten Methoden auch einen wertvollen Werkzeugkoffer für alle Problemlagen an, die ganze Systeme und mehrere Beteiligte betreffen.

Moderierte Netzwerkgespräche, als zentrale Intervention, eröffnen einen Raum in dem nie Gesagtes ausgesprochen und gehört werden kann. Das ist erstaunlich hilfreich.

Denn im Gehört und gesehen werden liegt viel unterschätzte Kraft.